Der typisch spanische Brauch, Stiere vor einem riesigen Publikum "in die Kniee zu zwingen"...
... Zwar wurden im Mittelalter schon der Sport des Stierkampfes (La Corrida) als "suerte de cañas" betrieben, konnte sich jedoch nicht in seiner ursprünglichen Art und Weise, hoch zu Ross, durchsetzen. Im Laufe des 18.Jh entwickelte sich, nach und nach, der heutige Stierkampf, in der, uns bekannten Form. Nach der Vorstellung, aller Teilnehmer, beim Publikum und des Stellungsbezuges dieser, wird zwei berittenen Alguacilillos, symbolisch der Schlüsssel zu dem Tore, hinter welchem sich die Stiere befinden (Puerta de los Toriles) übergeben. Die drei Einteilungen (Tercios) eines "Kampfes" (Corrida) gliedern sich wie folgt:- Mit Hilfe der Capote (das berühmte rote Tuch) und zweier Picadores (mit Lanzen bewaffnete Reiter) wird der Stier (Toro Bravo) in die Arena entlassen.
- Nach der "Freilassung" werden dem angriffwilligen Stier, durch die Banderilleros, zwei Banderillas (mit bunten Bändern geschmückte Spiesse) in den Rücken gestossen.
- Im dritten Teil (Suerte suprema) stellt der Torero sein Geschick (faena) im Umgang mit dem Stier unter Verwendung der Muleta (ein kleineres, rotes Tuch) unter Beweis, indem er mit ihm, fast tänzerisch, "spielt". Als Abschluss und als Zeichen seiner Überlegenheit stösst der Torero dem Stier sein Schwert in den Nacken um ihn zu töten.
Ein Spektakel welches sehr umstrritten, sich dennoch immer sehr starken Besucherandrang erfreut. |
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